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Morrowind ruckelt – was tun?
Zuerst etwas Grundlegendes: Das ruckeln beispielweise beim Laden
einer Zelle, ist völlig normal und wird sich nie komplett
verhindern lassen, maximal etwas verkürzen. Ebenso wird es sich
nicht ändern lassen, daß Morrowind an manchen Stellen, wo
"viel los ist" (d.h. entweder sehr viele Objekte im Bild
sind oder viele Scripte im Hintergrund laufen) deutlich weniger FPS
(Bilder pro Sekunde) anzeigen wird. In diesem kleinem Workshop geht
es viel mehr darum, denen zu helfen, bei denen Morrowind generell
nicht gut läuft. Bei den folgenden Tipps sind manchmal auch
Eingriffe nötig, die ein unerfahrener User nicht so gern machen
wird – teilweise wird tief ins System eingegriffen, so daß theoretisch durchaus mal was kaputt gehen könnte. Wenn man sich
also einen der hier beschriebenen Tricks nicht zutraut, sollte man
ihn einfach überspringen und mit dem nächsten fortfahren.
Ich habe natürlich alles geschriebene doppelt und dreifach
geprüft, letztlich bin ich aber auch nicht unfehlbar. Somit
macht ihr alles hier beschriebene auf eigene Gefahr und ich bin
nicht verantwortlich, wenn ihr schlimmstenfalls vor einem
zerschossenen Windows sitzt und dieses neu installieren dürfte.
Dieser Workshop richtet sich vorwiegend an NT 5.x User (also Windows
2000/ XP) viele Sachen sind aber auch unter Windows 9x/ME
einsetzbar. Ich werde mich bemühen, alles so gut und einfach zu
erklären, wie ich kann. Dennoch sollte man beachten, daß
ich mich seid über 10 Jahren intensiv mit PCs und
Betriebssystemen auseinander setze. Das meiste von dem, was ich hier
beschreibe, ist also für mich Routine. Wenn ich also irgendwo
etwas zu knapp erkärt haben sollte, wäre ein Hinweis im
Forum sehr nett. Auch wenn ihr weitere Fragen zu dem hier
beschriebenen habt, ist das der richtige Ort. Je nach Betriebssystem
kann es übrigens kleine Abweichungen geben, wie man zu einer
bestimmten Einstellung gelangt. Wenn es bei euch etwas anders ist,
als hier beschrieben, müßt ihr selbst etwas suchen oder
mal im Forum nachfragen. Wo wir bei suchen sind: Nach vielen hier im
Workshop genannten Sachen – beispielsweise nicht bestimmten
Treiberversionen - werdet ihr per Suchmaschine suchen müssen,
denn etwas Spaß sollt ihr ja auch nebenbei haben ;). Ich
versuche auch generell, alles mit Freeware oder sonstigen
Gratistools zu ermöglichen, weise allerdings, wenn nötig,
auf die kommerziellen Alternativen hin.
Ach, und noch eins: Natürlich wird nicht jeder Tipp hier
auf jedem System eine Steigerung der Performance bedeuten. Dazu sind
die Systeme viel zu unterschiedlich. Schaden tun sie aber auch
generell nicht. Von daher hilft nur ausprobieren. Für viele der
hier beschriebenen Tricks müßt ihr Administrator-Rechte
besitzen. Auf Bilder hab ich diesem diesem Workshop komplett
verzichtet, damit mir nicht jeder alles nachklickt, sondern ihr
wirklich den Text lest und – wichtig – auch versteht.
Auf einige Sachen, wie Bios-Tuning gehe ich jetzt nicht ein, obwohl das eigentlich Grundvorraussetzung ist. Aber das würde den Rahmen doch etwas sprengen... Und nochmal: alles, was ihr hier tut, tut ihr auf eigene Gefahr.
Hardware-Empfehlung:
Hardware: CPU (Prozessor)
Entgegen der Empfehlung von Ubi-Soft/Bethesda braucht man unter
800 Mhz garnicht erst wirklich anzufangen zu spielen. Selbst in
niedrigster Auflösung und minimalen Details (minimale
Sichtweite, minimale AI-Distanz, keine Schatten) ruckelt sich
Morrowind bei den Herstellerangaben von 500 Mhz tot, spätestens
sobald das Inventar etwas voller wird und ein paar Quests im Journal
stehen. Empfehlen würde ich persönlich eine CPU ab 1,2 Ghz
für mittlerer Auflösung und mittlere Details.
Hardware: RAM (Arbeitsspeicher)
Anders, als es auf der Morrowind-Verpackung steht, empfehle ich
folgenden RAM für Morrowind:
Morrowind OHNE PlugIns unter Windows 2000/XP: 512 MB
Morrowind MIT PlugIns unter Windows 2000/XP: 768 MB oder mehr
Morrowind OHNE PlugIns unter Windows 9x/ME: 256 MB
Morrowind MIT PlugIns unter Windows 9x/ME: 512 MB
(Ist natürlich auch Abhängig von Umfang und Anzahl der
verwendeten PlugIns. Wer beispielsweise nur Morrowind Improved
einsetzt, braucht sicher kaum mehr RAM))
Hardware: GPU (Grafikchip/Grafikkarte)
Nie war ein Spiel optisch so schön und
begnügte sich doch mit so einfacher Hardware. Wenn die anderen
Komponenten alle stimmen (besonders RAM und CPU) und das System gut
konfiguriert ist, kann man, wenn man auf Direct X 8 Vertex- und
Pixelshadereffekte (in Morrowind nur verantwortlich für
realistischere Wassereffekte) verzichten kann, schon mit einer
Geforce 2 Ti in 1024 x 768 Pixeln Auflösung und mittleren
Details gut spielen. Bei schlechteren Karten, würde ich
die Auflösung verringern, bei besseren die Details (Sichtweite)
erhöhen und – wenn möglich – Shader-Effekte
einschalten. Generell kann man hier sagen, daß die
Herstellerangabe auf der Verpackung außnahmsweise mal so
ungefähr stimmt.
Treiber
Ein immer wieder sehr beliebtes Thema. Fangen wir mit der
Grafikkarte an. Leider kann ich zu Ati Radeon Grafikkarten nicht
viel sagen, da es erstens nunmal so ist, daß die eine
Treiberversion für das eine Spiel gut ist, aber beim nächsten
Spiel total zickt und ich zweitens nie eine Radeon Grafikkarte
besessen habe. Somit bleibt mir nur Nvidia. Da gilt zuerst folgender
Grundsatz:
Für alle Geforce (aka Geforce 256), Geforce 2, Geforce 3
und Geforce 4 Chipsätze ist der beste Treiber zweifelsfrei der
Detonator 44.65. Er bietet sehr gute Performance, ist sehr
kompatibel, hat die beste anisotropische Filterung und läßt
trotzdem noch alle guten Treiber-Tweaks (dazu kommen wir später:
Stichwort aTuner) zu. Nur wenn ein Spiel speziell einen neueren
Treiber erfordert, weil es sonst nicht läuft, sollte man zum
Detonator (der ab dieser Version dann Forceware heißt) 53.03
greifen. Der ist ebenfalls schnell und kompatibel, allerdings wurden
viele Optionen zum Fein-Tuning von Nvidia entfernt. Dieser benötigt
übrigens unbedingt Direct X 9.0B oder neuer um richtig zu
funktionieren.
Hinweis: aufgrund seiner deutlich verschlechterten
Filtereinstellungen ist der 53.03 Treiber direkt nach der
Installation deutlich schneller als der 44.65. Allgemein ist dieser
Treiber unkonfiguriert (d.h. einfach nur installiert) der schnellste
relative aktuelle Nvidia-Treiber. Dies ändert sich aber im
Verlauf dieses Workshops noch gewaltig, so das am Ende die
Empfehlung klar an den 44.65 geht. Letztlich kann man aber bei
beiden Treibern nicht viel falsch machen.
Für GeForce FX Karten ist der Detonator/Forceware 53.03
die einzig sinnvolle Wahl (bis jetzt). Dieser setzt, wie oben schon
beschrieben, Direct X 9.0B oder neuer vorraus.
Generell sollte man die aktuellste Direct X Version
verwenden (im Moment DX 9.0B) – egal welche Version der
Treiber mindestens vorraussetzt. Die aktuelle Direct X Version
findet ihr hier:
http://www.microsoft.com/directx/ oder ihr erhaltet sie per Windows-Update.
Desweiteren sollten natürlich aktuelle Treiber für die
Soundkarte installiert sein. Morrowind macht gerade bei
Hardware-Soundbeschleunigung sehr häufig Ärger, wenn die
Soundkartentreiber zu alt sind. Mainboard-Treiber sollten, besonders
in dem Fall, daß der Hersteller eures Mainboard-Chipsatzes VIA
ist, ebenfalls nicht fehlen. Das wäre treibertechnisch erstmal
das wichtigste. Wenn ihr nicht genu wisst, was für Hardware in
eurem PC steckt, gibt es ein kleines Freeware-Tool namens AIDA 32 (
http://www.aida32.hu/aida32.php
). Das zeigt euch nicht nur alle in eurem PC eingebauten Komponenten
an, sondern liefert gleich den Link zu den Treiberdownloadseiten des
passenden Herstellers mit. Praktisch :)
Nun geht's richtig los!
Windows-Einstellungen
UDMA Modus prüfen und ggf. aktiveren
Zuerst sollten wir überprüfen, ob für die
Festplatte auch der schnelle Ultra-DMA Modus aktivert ist.
Startmenü --> Systemsteuerung --> System --> Hardware
--> Gerätemanager. Dort suchen wir unter
IDE (ATA/ATAPI) Controller den Ersten IDE Kanal. Ein Dopelklick
darauf öffnet ein Fenster. Dort klicken wir auf das Tab
"Erweiterte Einstellungen". Hier gucken wir, was unter
Tranfermodus steht. Es sollte dastehen, "DMA, wenn verfügbar".
Wenn da steht "Nur PIO" ändern wir das. Das selbe
machen wir jetzt noch beim zweiten IDE Kanal.
Swap-Datei (Windows Auslagerungsdatei) mit fester Größe
einrichten
Wenn ein Programm mehr Arbeitsspeicher (RAM) verbraucht, als
physikalisch im System eingebaut bzw. aktuell frei ist, wird eine
Datei genutzt, um die Teile des Programms, die nicht mehr in den
Arbeitsspeicher passen bzw. ältere Daten, die aus verschiedenen
Gründen noch im Arbeitsspeicher verblieben sind, dorthin
auszulagern. Diese Datei wird Swap-File oder auch Windows
Auslagerungsdatei genannt. Diese Datei hat natürlich einige
Nachteile gegenüber echtem RAM (Arbeitsspeicher). Erstens ist
selbst die schnellste Festplatte noch deutlich langsamer als der
langsamste heutzutage übliche RAM, zweitens kann diese Datei
fragmentieren und drittens paßt Windows diese Datei meist
(unter Windows 2000 nicht) dynamisch an – d.h. sie wird nach
Bedarf vergößert und verkleinert und das kostet
Zeit/Performance. Das verlangsamt natürlich den PC –
teilweise deutlich. Wir können zwar weder das eine, noch das
andere verhindern, wir können aber sehr wohl dafür sorgen,
daß die Swapfile nicht zu sehr zur Systembremse wird. Dazu
müssen wir verhindern, daß Windows deren Größe
ständig ändert. Vorteil: 1. entfällt die Zeit, die
Windows für das Anpassen der Größe braucht und 2.
ist die Datei dann immer gleich und wird von der Größe
her nicht geändert, so daß es mit einem geeigneten
Defragmentier-Programm möglich ist, diese zu defragmentieren.
Früher hat man mal gesagt, daß die feste Größe
dieser Datei ungeähr das doppelte des tatsächlich
vorhandenen RAMs sein sollte. Mittlerweile – gerade unter NT
basierenden Systemen wie Windows XP/2000 – sieht das aber
etwas anders aus. Ich schlage vor, der Datei, vorrausgesetzt, ihr
habt genug freien Festplattenspeicher, eine Größe von 1,5
GB zu geben. Das geht so: Systemsteuerung --> System -->
Erweitert --> Leistung --> Erweitert --> Virtueller
Speicher --> Ändern. Je nach System ist da entweder schon
eine Größe vorgegeben oder es ist "Windows verwaltet
die Größe" angegeben. Ihr markiert
"Benutzerdefinierte Größe" und gebt sowhl im
oberen Feld als auch beim unteren Feld "Maximale Größe"
den selben Wert ein – die 1,5 GB, die ich vorgeschlagen habe,
wären dann 1536 MB.
Festplatte defragmentieren
Das windowseigene Tool zum defragmentieren findet man unter
Startmenü --> Programme --> Zubehör -->
Systemprogramme --> Defragmentierung. Das starten wir. Alle (auch
im Hintergrund laufende) Programme sollten vorher beendet werden
(das gilt besonders für Virenscanner, Firewalls, RAM- und
Cache-Optimierer (sogenannte Booster... die sollte man eigentlich am
besten gleich deinstallieren..), Mailchecker, Browser und alles, was
sich so im Systray einnistet). Je nach Festplattengröße
und Grad der Fragmentierung kann es durchaus einige Stunden dauern,
eh die Defragmentierung abgeschlossen ist. Doch was ist
Fragmentierung überhaupt?
Fragmentierung tritt beim Speichern von Dateien auf Ihrer
Festplatte auf. Windows sucht automatisch nach freiem Speicherplatz
und legt die Datei dort ab. Normalerweise ist jedoch nicht genügend
freier und zusammenhängender Speicherplatz verfügbar, um
die Datei in einem Stück abzulegen. Der Grund dafür sind
normale Speicherabläufe wie das Erzeugen, Ändern und
Löschen von Dateien. Wenn Sie eine Datei löschen, wird der
von dieser Datei belegte Speicherplatz freigegeben. Neue Dateien
belegen dann diesen Speicherplatz. Wenn eine neue Datei nicht genau
in diese Lücke passt, zerlegt Windows sie in Einzelstücke
und speichert diese Stücke an verschiedenen freien Stellen der
Festplatte. Das Lesen solcher Dateien erfordert einen wesentlich
höheren Zeitaufwand, da jedes Fragment einzeln gesucht und
gelesen werden muss. Dieser Vorgang kann sehr zeitraubend sein,
besonders wenn Sie oft neue Dateien anlegen oder löschen. Und
genau dieses Problem wirkt sich bei Windows besonders dramatisch
aus. Je länger ein System im Einsatz ist, desto massiver wird
die Fragmentierung und somit auch der Performanceverlust.
Das heißt erstmal, da Windows selbst durch Fragmentierung
langsamer wird – und wenn Windows langsamer wird, laufen auch
alle Anwendungen und Spiele langsamer. Bei Morrowind kommt aber noch
ein Aspekt dazu: die meisten Spiele verwenden sogenannte
Resourcendateien, daß sind große Dateien, in die alle
Grafiken, Sounds u.s.w. gepackt wurden. Wenn diese iene große
Datei dann einmal im Speiche rist, ist sie drin. Morrowind hingegen
verwendet viele einzelne Dateien (vorwiegend in PlugIns, normale
Morrowind Dateien werden aus den Resourcendateien mit der Endung BSA
entnommen) die immer nachgeladen werden müssen. Wenn also jetzt
beispielsweise der Texturen-Ordner, der bei mir im Moment 11232
Dateien enthält, stark fragmentiert, dauert das Laden dieses
Texturen – da Windows sie ja physikalisch überall auf der
Festplatte verteilt hat, noch wesentlich länger. Regelmäßiges
defragmentieren ist also Pflicht. Im praktischen "Morrowind-Einsatz"
sieht das Ergebniss so aus, daß sich, nachdem eine stark
fragmentierte Festplatte defragmentiert wurde, die Ladezeiten
zwischen den Zellen durchaus halbieren können und die generelle
Geschwindigkeit um einiges höher ist.
Leider strahlt der mit Windows mitgelieferte Defragmentierer weder
durch große Leistung, noch durch große Geschwindigkeit.
Er kann weder Dateien defragmentieren, die gerade durch Windows
(oder irgendwelche andere noch geladenen Programme) in Benutzung
sind, noch kann er die Dateien der Registrierung oder die Swap-File
(Windows Auslagerungsdatei) defragmentieren. Außerdem ist er,
wie gesagt, ziemlich langsam. Eine sehr gute Alternative ist
deshalb das kommerzielle Programm O&O Defrag der Firma O
& O Software GmbH. Dieses ist nicht ganz billig, aber nahezu
perfekt. Es gibt eine kostenlose 30-Tage-Testversion unter
http://www.oo-software.de/
für die allerdings eine Registrierung beim Hersteller nötig
ist. Trotzdem sollte sich das Program jeder mal ansehen.
Registrierung reinigen und Autostarts überprüfen
Eigentlich haben diese beiden Sachen nicht viel miteinander zu
tun, gäbe es da auf der Seite
http://www.hoverdesk.net/freeware.htm
nicht ein tolles Freeware-Tool namens RegSeeker. Zuerst stellen wir
das Program auf deutsch. Das geht gleich ganz oben links, indem wir
auf den Languages-Button klicken. Jetzt wo alles deutsch ist, gucken
wir mal, was bei uns so unter Autostart-Einträge steht. Da
sind alle Programme aufgelistet, die entweder per Autostart-Ordner
im Startmenü oder per Registry gestartet werden. Es gibt
sicher genauso viele Programme, bei denen es sinnvoll ist, beim
Systemstart geladen zu werden (Virenscanner, evtl. Firewall, evtl.
Treiberhilfsdateien) wie es Programme gibt, die sich da ungefragt
eintragen und deren Start beim Systemstart eigentlich nicht nötig
wäre. Eine Liste könnte daher nur unvollständig sein.
Am besten man informiert sich sich im Netz (google) über die
Programme, die dort gestartet werden mit deren Namen man so nichts
anzufangen weiß. Einfach die genaue Bezeichnung eingeben und
suchen lassen bringt fast immer gute Ergebnisse und man weiß,
mit was man es zu tun hat und kann es ggf. wenn es unnötig ist,
aus den Autostart-Einträgen entfernen. Und wenn wir das
Programm schonmal gestartet haben, können wir auch gleich nach
ungültigen Verweisen in der Registry suchen. Dazu klicken wir
auf Registrierung säubern und machen bei allen 6 Auswahlfeldern
ein Häkchen (bei 5 davon sollte es standardmäßig
schon da sein). Dann klicken wir auf OK. Nun dauert es ein wenig und
uns werden dann alle gefundenen Fehler übersichtlich
aufgelistet. Da das Program bei jeder Änderung Backups anlegt,
brauchen wir uns keine großen Sorgen zu machen. Wir klicken
auf "Alles markieren". Die Auswahlliste färbt sich
gelblich. Nun klicken wir mit der rechten Maustaste auf irgendeinen
der markierten Einträge und wählen im sich öffnenden
Kontextmenü ganz unten den Eintrag "Ausgewählte
Einträge löschen". Die folgende Abfrage bestätigen
wir mit OK und fertig!
Festplatte von überflüssigen Datei-Resten
befreien
Unter
http://home.tiscali.de/kurtzimmermann/hdcleaner.htm
gibt es ein Freeware-Programm namens HDDCleaner. Das ist relativ
einfach gehalten. Unter "Festplatte reinigen" das Laufwerk
auswählen und dann auf Starten klicken. Als Ziel für die
gelöschten Dateien am besten "In den Papierkorb ohne
Bestätigung" angeben und dann auf "Säubern"
klicken. Wenn es fertig ist, die gelöschten Dateien nochmal im
Papierkorb überprüfen (dürfte eigentlich nichts
wichtiges dabei sein) und diesen dann leeren. Das Tool hat natürlich
– ebenso wie der oben genannte RegSeeker noch einige
Funktionen mehr, aber die sollen uns jetzt nicht interessieren. Da
HDD Cleaner aber keine alten Dateien komprimiert (auf NTFS
formatierten Laufwerken) und auch sonst nur seiner Suchmaske
entsprechend arbeitet, hat auchz das in Windows integrierte Tool
"Datenträgerbereinigung" seine Berechtigung. Das
starten wir über Startmenü --> Programme --> Zubehör
--> Systemprogramme als nächstes. Wenn die Suche
abgeschlossen ist, einfach überall ein Häkchen machen und
auf OK klicken. Der Rest geht von allein. Fertig!
Grafikkarteneinstellungen optimieren
Die Treiber sowohl von Nvidia als auch von Ati sind
standardmäßig nicht wirklich optimal eingestellt und
lassen auch viele Feineinstellungen in ihren Treibereinstellungen
nicht zu. Deshalb besorgen wir und auf der Seite
http://www.3dcenter.org/atuner/
das kostenlose Tool aTuner. Glücklicherweise brauche ich dazu
jetzt nicht so viel zu erklären, denn der Programmierer hat in
einer der letzten Versionen sehr gute Presets (also
Voreinstellungen) hinzugefügt, so daß das Tuning mit ein
paar sehr einfachen Klicks erledigt sein wird. Das Tool ist für
alle Geforce und Radeon Grafikkarten geeignet, ich gehe jetzt hier
aber wieder nur auf die Geforce Einstellungen ein, da ich die Radeon
Einstellungen nicht überprüfen kann. Sollten aber
eigentlich sehr ähnlich sein. Wenn ihr keine Geforce FX Karte
habt und meinem Tipp, den Detonator 44.65 zu besorgen
gefolgt seid, stehen euch alle Optimierungen offen (der 44.65 war
der letzte gute Treiber, mit dem das möglich war) – falls
ihr den Forceware-Treiber 53.03 verwendet stehen euch
wesentlich weniger Optionen zur Verfügung und ihr werdet nicht
mehr viel an zusätzlicher Leistung durch diesen Tipp erreichen.
Für GeForce FX User bleibt da leider keine Wahl, sie müssen
den Detonator 53.03 nehmen. aTuner erkennt selbstständig,
welche Karte und welcher Treiber installiert ist und welche
Einstellungen damit möglich sind. Wir haben also das Programm
heruntergeladen, installiert und über das Startmenü
gestartet. In dem kleinen Fenster, das jetzt erscheint, klicken wir
zuerst auf OpenGL Extra (auch wenn Morrowind kein OpenGL
verwendet, aber wenn wir schonmal beim tunen sind...). Es öffnet
sich ein neues Fenster. Hier klicken wir ganz unten auf den Button
Optimize... (mit dem Smilie :) ) und wählen aths'
recommendation dann klicken wir auf OK und das Fenster
schließt sich. Jetzt klicken wir auf Direct3D Extra (das
ist jetzt der für Morrowind interessante Teil :) ). Hier machen
wir das wieder genauso wie bei OpenGL. Wir klicken einfach auf den
Button Optimize... und wählen aths' recommendation
dann klicken wir wieder auf OK und das Fenster schließt
sich wieder. Jetzt klicken wir auf den Button Save profile as
default (sollte dieser nicht sichtbar sein, einfach mal ganz
oben rechts auf den letzten Button in der ersten Zeile (der mit dem
Pfeil) klicken. Wenn das Profil gespeichert wurde, sind wir auch
hiermit fertig und können aTuner schließen.
Zusatztipp: Sollte euch das an Performance noch nicht
ausreichen, kann man auch noch die Filter deaktivieren, was unter
Umständen dafür sorgt, daß Morrowind wesentlich
besser läuft. Bei sehr schnellen Grafikkarten sollte das aber
nicht nötig sein. Also wieder aTuner starten.
Im aTuner unter dem vorhin angeklickten Direct3D Extra
Button in den Auswahlfeldern folgendes einstellen:
No Antialiasing
Anisotropic by App
VSync off
Wenn ihr wollt, könnt ihr das ganze auch noch auf der
anderen Seite unter dem OpenGL Extra-Button machen um die
Performance anderer Spiele zu steigern. Dort sollte man aber statt
Anisotropic by App besser No Anisotropic Filter auswählen.
Dann wieder den Button Save profile as default klicken.
Vor dem Start von Morrowind
Unnötige Programme beenden
Beim spielen sollten, gerade wenn man Performance- oder
Stabilitätsprobleme hat, keine Programme mehr im Hintergrund
laufen. Also, wenn möglich, alles, was im SysTray zu sehen ist
(Instant Messenger (die schöne ICQ Blume frißt in eingen
Versionen besonders viel RAM), Mailchecker, Downloadmanager,
Filesharing-Utilities) außer der Urzeit und ggf. der
Lautstärkeregelung – deaktivieren. Auf einige
Programmarten gehe ich hier mal speziell ein:
Virenscanner: Normalerweise sollte man seinen Virenscanner nie,
aber auch wirklich nie deaktiveren, aber da man, wenn man spielt, in
der Regel nicht online ist und auch keine Dateien ausführt, die
einen potentiellen Virus enthalten könnten, sollte man den
Virenscanner, wobei natürlich hauptsächlicher der
residente Teil des Scanners gemeint ist, der Dateien im Hintergrund
überwacht, möglichst komplett deaktivieren. Das
funktioniert meist mit einem Rechtsklick auf das Symbol des Scanners
im SysTray (der Bereich unten neben der Uhr). Dort sollte dann eine
Option zum Beenden auffindbar sein. Viele Scanner bieten diese
Möglichkeit jedoch nicht. Hier hilft es nur in der
Konfiguration des Scanners den Hintergrund-Scan (häufig
Resident Shield, Background-Scan oder ähnlich genannt) sowie
einen evtl. separat konfigurierbaren eMail-Scanner zu deaktiveren.
Dann aber keinesfalls vergessen, nach dem Spielen alles wieder zu
aktivieren.
Warum deaktivieren: Im – für Morrowind –
schlimmsten Fall, scannt der Scanner jede einzelne Datei –
egal ob sie theorethisch einen Virus enthalten könnte oder
nicht - bei der Ausführung von Morrowind nach Viren. Das
bedeutet einen riesigen Performanceverlust. Und selbst für den
Fall, daß er das nicht tut, weil er gut konfigurtiert ist und
nur Dateien scannt, die potentiell einen Virus enthalten könnten,
belegt er immernoch Unmengen an RAM und untersucht auch diesen bei
Änderungen nach Viren. Ein Virenscanner ist der
Performancekiller Nummer 2 (zu Nummer 1 kommen wir später).
Firewall: Ob eine Software-Firewall bei einem gut konfigurierten
System, dessen Ports durch die richtige Konfiguration/Deaktivierung
verschiedener Dienste und allgemein des Betriebssystems überhaupt
sinnvoll oder gar schädlich ist, wenn ein halbwegs erfahrener
User vor dem PC sitzt, ist nicht das Thema dieses Workshops. Fakt
ist, nahezu jeder User hat ein solches Programm, dank Medien-Hype
und diverser Berichte in "professionellen"
PC-Zeitschriften installiert. Und fakt ist ebenfalls: auch dieses
Programm frißt Unmengen an Systemresourcen. Es gilt wie bei
dem Virenscanner: da man nicht online ist, wenn man Morrowind
spielt, einfach deaktiveren. Das geschient, ähnlich wie bei dem
Virenscanner durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf das
Icon im Systray. Dort steht dann sicher irgendwo Beenden oder Exit.
Die Firewall ist Performancekiller Nummer 3.
RAM-Booster/Cache-Optimierer: Ob sie nun Freem*m, Clev*r Cache
oder sonst wie heißen – diese Programme tun genau das
Gegenteil von dem, was sie angeblich sollen. Sie fuschen der
Windows-Speicherverwaltung (an der es seid Windows 2000 kaum noch
etwas auszusetzen gibt) konsequent ins Handwerk und verlangsamen das
System, gerade bei Anwendungen, die viel Arbeitsseicher benötigen,
deutlich. Außerdem verursachen sie viele unnötige
Festplattenzugriffe. Kurze Erklärung warum: Wie weiter oben
schon zu lesen, lagert Windows Daten aus dem Arbeitsspeicher in eine
Swap-Datei aus, wenn sie nicht benötigt werden oder der RAM
nicht mehr ausreicht. Diese Tools versuchen nun, immer eine
bestimmte Menge an RAM freizuhalten. Da Windows diesen RAM nicht
mehr belegen kann, wird viel häufiger ausgelagert (Hinweis
(siehe oben): Festplatten sind viel langsamer als RAM). Sobald der
User oder das System diese ausgelagerten Daten wieder abruft,
versucht Windows sie wieder in den RAM zu laden. Kaum sind sie da
wieder drin, schiebt sie der Booster wieder in die
Auslagerungsdatei. So geht das hin und her. Das kostet Performance
und erzeugt unnötig viele Festplattenzugriffe. Außerdem
reduziert es die Systemstabilität. Diese Tools sollte man nicht
einfach nur deaktivieren, sondern sie gleich besser deinstallieren
und nie wieder anrühren. Zu Windows 9x/ME Zeiten hatten sie
noch eine Daseinsberechtigung – heute sind sie nur noch ein
Bremsklotz. Diese seltsame Gattung Software ist bei Spielen –
nicht nur Morrowind – und anderen speicherintensiven
Anwendungen, definitv der Performancekiller Nummer 1.
Für erfahrene User: Im
Taskmanager (STRG + Alt + Entf) unter Prozesse findet man sehr
häufig noch Programme (und auch Dienste), die nicht im Systray
oder wo anders angezeigt werden, die aber trotzdem (evtl. unnötig)
im Hintergrund laufen. Wenn ihr ein Programm am Namen erkennt und
wisst, daß es nicht zu Windows gehört oder zum Morrowind
spielen unbedingt geladen sein muß, solltet ihr es ebenfalls
beenden (einfach einen Rechtklick darauf und beenden wählen).
Falls ihr ein Programm namentlich nicht zuordnen könnnt,
schreibt euch den Namen des Prozesses auf und gebt diesen mal exakt
in eine Suchmaschine (google) ein. Das Ergebnis sollte euch dann
Klarheit darüber verschaffen, ob ihr diesen Prozess/Task
beenden könnt.
Morrowind selbst
Shader ausschalten
Bei sehr schlechter Performance trotz Direct X 8 fähiger
Hardware und niedrigen Eintsellungen, sollte man die Direct X 8
Shadereffekte in Morrowind deaktivieren. Dann sieht zwar das Wasser
nicht mehr ganz so schön aus, man kann aber flüssiger
spielen. Dazu einfach den Morrowind-Launcher beispielsweise durch
die Verknüpfung auf dem Desktop starten. Dort dann Optionen
wählen und Pixel Shading auf Aus stellen. Bei wem das Feld grau
ist, der braucht sich keine Sorgen zu machen – er hat nur
keine Grafikkarte, die hardwareseitige Direct X 8 Shadereffekte
unterstützt.
Bildwiederholfrequenz an den Monitor anpassen
Bringt zwar keinen wirklichen Performanceschub, aber u.U. einen
flüssigeren Bildaufbau. Öffnet die Morrowind.ini im
Morrowind Installationsordner (für gewöhnlich:
C:\Programme\Bethesda Softworks\Morrowind) und sucht ziemlich am
Anfang nach dem Eintrag:
Max FPS=0
Diesen ändert ihr in die eingestellte Frequenz eures
Monitors. Zu finden zum Beispiel mit Rechtsklick auf den Desktop -->
Eigenschaften --> Einstellungen --> Erweitert --> Monitor.
AIDA zeigt sie im übrigen auch an. Das ganze könnte dann
z.B. so aussehen:
Max FPS=85
In-Game Optionen: Echtzeitschatten, AI Distanz und
Sichtweite
Der Regler für Echtzeitschatten sollte auf aus stehen –
also ganz links. Die Schatten sehen erstens nicht sehr toll aus und
gehen teilweise durch Wände hindurch, sondern ziehen auch sehr
stark an der Geschwindigkeit des Spiels. Die AI Distanz regelt, wie
nah man an einem Objekt (Kreatur, NPC u.s.w.) sein muss, eh seine
künstliche Intelligenz aktiv wird. Daher sollte man den Regler
nicht zu weit nach links (nah) stellen. Stellt man ihn aber zu weit
nach rechts (weit) kostet das viel CPU-Power. Da muß jeder für
sich selbst den optimalen Wert finden. Sichweite sollte klar sein:
je weiter man sehen kann, umso langsamer wird das Spiel. Mit dem
unten vorgestellten FPS-Optimizer kann man übrigens die
Sichtweite per Mausrad einstellen und die AI Distanz an die
Sichtweite koppeln lassen, was sehr sinnvoll ist.
Morrowind FPS-Optimizer
Auf www.morrowind.nm.ru
könnt ihr euch dieses Programm runterladen. Hiermit kann man
Morrowind sowohl für bessere Grafikkarten (doppelte
Sichtweite), als auch für schlechtere Grafikkarten (ausblenden
von sehr kleinen Objekten, Sichtweite dynamisch verkürzen, AI
Einstellungen automatisch anpassen) optimieren. Dieses Programm muss
(und sollte als einziges) laufen, während Morrowind läuft.
Die Bedienung ist zumindest im Novice Mode relativ einfach und
selbsterklärend. Wer dennoch Probleme hat, findet in der guten
Hilfedatei Rat.
Morrowind PlugIns
Jedes große PlugIn läßt Morrowind mehr
Resourcen verbrauchen. Somit wird Morrowind auch immer langsamer, je
mehr PlugIns aktiv sind. Desweiteren ist zu beobachten, daß
Texture-Packs welche sämtliche Texturen von Morrowind durch
andere Versionen ersetzen, daß Spiel meist deutlich langsamer
machen und das sogar obwohl die Dateigröße der einzelnen
Texturen unter Umständen sogar noch kleiner ist, als die der
Orginal-Texturen. Aufpassen sollte man auch bei PlugIns, die sehr
viele neue Texturen mitbringen. Diese sollten unbedingt im DDS oder
TGA Format und nicht im BMP-Format vorliegen. Ein paar BMP Texturen
machen das Spiel zwar nicht langsamer, sind es aber viele
(beispielsweise 50) Bitmap-Texturen (BMP-Dateien), merkt man das
schon deutlich. In solch einem Fall würde ich persönlich
auf das PlugIn verzichten oder den Autor bitten, seine Texturen ins
platzsparende TGA- oder DDS-Format umzuwandeln.
Profi-Tipps:
Die folgenden Tipps sind nur für User geeignet,
die sich mit ihrem System auskennen und wissen, was sie tun! Teile
hiervon werden direkt in der Registry (Registrierung) durchgeführt,
andere befassen sich mit Systemdiensten.
Wenn ein nicht so erfahrener User sich an diesen Tipps
versuchen will:
Auf http://www.xteq.com/
gibt es das Freeware-Tuning-Utility X-Setup, mit dem sich
einige der hier genannten Einstellungen per Mausklick ebenfalls
vornehmen lassen. Und dazu noch ein paar hundert andere :)
Unnötige Dateiattribute des NTFS Dateisystems
deaktivieren (Nur NTFS)
NTFS hat standardmäßig einige Attribute aktiviert,
die das Dateisystem etwas verlangsamen. Diese kann man deaktivieren.
1. Das "Last Access" Attribut
Dieses Attribut wird immer aktulisiert, wenn auf eine Datei
zugegriffen wird (nicht verwechseln mit dem Dateiattribut "Last
Changed" (letzte Änderung) das durchaus wichtig ist). Das
kann das System spürbar ausbremsen. Benötigt wird dieses
Attribut eigentlich nur in großen Netzwerken und auf Servern.
Deshalb kann es ausgeschaltet werden. Dazu muß man sich im
Registrierungseditor (regedit.exe) zu folgendem Schlüssel
durchklicken:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem
Dort legt man einen neuen Dword-Eintrag namens NtfsDisableLastAccessUpdate und setzt
dessen Wert auf 1 .
2. Das Erzeugen von zusätzlichen 8+3 Namen (also 8
Buchstaben für den Name + 3 für die Extensions) deaktiveren
Um Windows zu Vorgängerversionen kompatibel zu halten, wird
zu jedem Dateiname, der nicht der ursprünglichen 8+3
Namenskonvention entspricht, ein zusätzlicher 8+3 Name erzeugt.
Das sieht dann z.B. so aus: für Testprogramm.exe wird im
Dateisystem zusätzlich der Name Testpr~1.exe angelegt. Dieser
wird aber, außer man verwendet noch alte 16 – Bit
Programme nie benötigt. Wenn ihr also keine alten 16-Bit (DOS +
Windows 3.1x) Programme mehr auf eurem Rechner habt (und das sollte
mittlerweile eigentlich Standard sein), die der 8 + 3
Namenskonvention nicht entsprechen, benötigt ihr das nicht. Und
die meisten alten Programme entsprechen eh dieser 8+3 Regel. Somit
kann man auch meist bedenkenlos abschalten. Das geht in folgendem
Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\FileSystem
Dort den Wert des Eintrages NtfsDisable8dot3NameCreation auf
1 ändern oder den DWord Schlüssel mit dem Wert 1
anlegen, wenn er noch nicht vorhanden ist.
Speicher für I/O (Input/Output) Operationen erhöhen
(Dateisystem egal)
Die Windows-Voreinstellung für diesen Wert sind lächerliche
512 KB. Dabei kann diese Option das Dateisystem stark beschleunigen.
Wenn ihr also etwas RAM übrig habt, solltet ihr den Wert
erhöhen. Bedenkt aber bitte, daß dieser RAM dann für
Anwendungen nicht mehr zur Verfügung steht.
Ich gebe mal folgende Richtlinie:
128 MB RAM: 8192 KB
256 MB RAM: 16384 KB
512 MB RAM: 32768 KB
1024 MB RAM: 65536 KB
Zu finden hier:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Session
Manager\Memory Management
Der DWord Schlüssel heißt: IoPageLockLimit
Darauf doppelklickt ihr, stellt die Anzeige auf Dezimal und gebt
den für euch passenden Wert ein.
Beispiel: euer PC hat 512 MB Ram, also stellt ihr die Anzeige auf
Dezimal und gebt 32768 in das Feld ein.
Achtung: ihr müßt unbedingt, bevor ihr den Wert
eingebt, die Anzeige von Hexadezimal auf Dezimal umstellen. Wenn ihr
den Wert als Hexadezimalzahl eingebt, wird etwas sehr schlimmes
passieren :)
Unnötige Diesnste deaktivieren oder auf manuell
stellen
In der Systemsteuerung kann man unter Verwaltung/Dienste
festlegen, welche Services beim Systemstart "automatisch"
geladen werden, welche vom System nur bei Bedarf ("Manuell")
gestartet werden und welche "deaktiviert" sind. Folgende
Dienste dürfen auf keinen Fall deaktiviert werden, sondern
müssen immer auf automatisch stehen bleiben, da Windows sonst
nicht mehr starten würde:
Arbeitsstationsdienst
Ereignisprotokoll
Geschützter
Speicher
Plug & Play
Remoteprozeduraufruf
(RPC)
Sicherheitskontenverwaltung
Dazu kommen noch diverse Dienste, die es nicht in jeder
Windows-Version gibt (bzw. nicht in jeder Windows Version dort
aufgeführt sind, beispielsweise DCOM) und natürlich
individuelle Dienste beispielsweise für den Internetzugang
oder/und das Netzwerk oder Virenscanner, die bei jedem User anders
sind. Deshalb sollte man sich über alle Dienste im Internet
informieren. Es gibt genug Seiten, die die Bedeutung von jedem
einzelnen Dienst einzeln sehr detailliert erklären. Keinesfalls
sollte man die Startart von Diensten ändern, von denen man die
Bedeutung nicht kennt. Generell ist es aber bei den folgenden
Diensten nicht gefährlich, sie zu deaktivieren:
Automatische Updates
Indexdienst
Nachrichtendienst
Remote-Registrierungsdienst
Routing und RAS
Taskplaner
Wenn nur die wirklich erforderlichen Dienste laufen, arbeitet
der PC nicht nur schneller (geringerer RAM-Verbrauch, weniger
Schreib- und Lesezugriffe auf die Festplatte), sondern ist auch
weniger von außen angreifbar. Das Abschalten des
Nachrichtendienstes schützt beispielsweise vor
Spam-Popup-Meldungen aus dem Internet, wenn keine Firewall
vorgeschaltet ist .
Wenn man auf das speicherfressende Windows XP Theme
verzichten kann, empfiehlt es sich, den Themes-Dienst ebenfalls zu
deaktivieren. Dazu geht man folgendermaßen vor: Rechtsklick
auf den Desktop und dort im Kontextmenü Eigenschaften
auswählen. Dort sollte man gleich im ersten Tab unter Themes
Windows klassisch auswählen. Dann wechselt man wieder
zurück zu der Dienstverwaltung und stellt den Dienst Themes auf
Deaktiviert. Man kann ihn natürlich, wenn man nicht generell
auf das Theme verzichten will – um Speicher für Morrowind
zu sparen - auch mit einem Klick auf Beenden nur bis zum nächsten
Neustart deaktiveren.
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