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23.11.2008
Morrowind ruckelt, was tun? PDF Drucken E-Mail
(1 Bewertung)
Geschrieben von NewRaven   
Samstag, 26. August 2006

Morrowind ruckelt – was tun?


Zuerst etwas Grundlegendes: Das ruckeln beispielweise beim Laden einer Zelle, ist völlig normal und wird sich nie komplett verhindern lassen, maximal etwas verkürzen. Ebenso wird es sich nicht ändern lassen, daß Morrowind an manchen Stellen, wo "viel los ist" (d.h. entweder sehr viele Objekte im Bild sind oder viele Scripte im Hintergrund laufen) deutlich weniger FPS (Bilder pro Sekunde) anzeigen wird. In diesem kleinem Workshop geht es viel mehr darum, denen zu helfen, bei denen Morrowind generell nicht gut läuft. Bei den folgenden Tipps sind manchmal auch Eingriffe nötig, die ein unerfahrener User nicht so gern machen wird – teilweise wird tief ins System eingegriffen, so daß theoretisch durchaus mal was kaputt gehen könnte. Wenn man sich also einen der hier beschriebenen Tricks nicht zutraut, sollte man ihn einfach überspringen und mit dem nächsten fortfahren. Ich habe natürlich alles geschriebene doppelt und dreifach geprüft, letztlich bin ich aber auch nicht unfehlbar. Somit macht ihr alles hier beschriebene auf eigene Gefahr und ich bin nicht verantwortlich, wenn ihr schlimmstenfalls vor einem zerschossenen Windows sitzt und dieses neu installieren dürfte. Dieser Workshop richtet sich vorwiegend an NT 5.x User (also Windows 2000/ XP) viele Sachen sind aber auch unter Windows 9x/ME einsetzbar. Ich werde mich bemühen, alles so gut und einfach zu erklären, wie ich kann. Dennoch sollte man beachten, daß ich mich seid über 10 Jahren intensiv mit PCs und Betriebssystemen auseinander setze. Das meiste von dem, was ich hier beschreibe, ist also für mich Routine. Wenn ich also irgendwo etwas zu knapp erkärt haben sollte, wäre ein Hinweis im Forum sehr nett. Auch wenn ihr weitere Fragen zu dem hier beschriebenen habt, ist das der richtige Ort. Je nach Betriebssystem kann es übrigens kleine Abweichungen geben, wie man zu einer bestimmten Einstellung gelangt. Wenn es bei euch etwas anders ist, als hier beschrieben, müßt ihr selbst etwas suchen oder mal im Forum nachfragen. Wo wir bei suchen sind: Nach vielen hier im Workshop genannten Sachen – beispielsweise nicht bestimmten Treiberversionen - werdet ihr per Suchmaschine suchen müssen, denn etwas Spaß sollt ihr ja auch nebenbei haben ;). Ich versuche auch generell, alles mit Freeware oder sonstigen Gratistools zu ermöglichen, weise allerdings, wenn nötig, auf die kommerziellen Alternativen hin.

Ach, und noch eins: Natürlich wird nicht jeder Tipp hier auf jedem System eine Steigerung der Performance bedeuten. Dazu sind die Systeme viel zu unterschiedlich. Schaden tun sie aber auch generell nicht. Von daher hilft nur ausprobieren. Für viele der hier beschriebenen Tricks müßt ihr Administrator-Rechte besitzen. Auf Bilder hab ich diesem diesem Workshop komplett verzichtet, damit mir nicht jeder alles nachklickt, sondern ihr wirklich den Text lest und – wichtig – auch versteht. Auf einige Sachen, wie Bios-Tuning gehe ich jetzt nicht ein, obwohl das eigentlich Grundvorraussetzung ist. Aber das würde den Rahmen doch etwas sprengen... Und nochmal: alles, was ihr hier tut, tut ihr auf eigene Gefahr.


Hardware-Empfehlung:


Hardware: CPU (Prozessor)

Entgegen der Empfehlung von Ubi-Soft/Bethesda braucht man unter 800 Mhz garnicht erst wirklich anzufangen zu spielen. Selbst in niedrigster Auflösung und minimalen Details (minimale Sichtweite, minimale AI-Distanz, keine Schatten) ruckelt sich Morrowind bei den Herstellerangaben von 500 Mhz tot, spätestens sobald das Inventar etwas voller wird und ein paar Quests im Journal stehen. Empfehlen würde ich persönlich eine CPU ab 1,2 Ghz für mittlerer Auflösung und mittlere Details.


Hardware: RAM (Arbeitsspeicher)

Anders, als es auf der Morrowind-Verpackung steht, empfehle ich folgenden RAM für Morrowind:

Morrowind OHNE PlugIns unter Windows 2000/XP: 512 MB
Morrowind MIT PlugIns unter Windows 2000/XP: 768 MB oder mehr
Morrowind OHNE PlugIns unter Windows 9x/ME: 256 MB
Morrowind MIT PlugIns unter Windows 9x/ME: 512 MB

(Ist natürlich auch Abhängig von Umfang und Anzahl der verwendeten PlugIns. Wer beispielsweise nur Morrowind Improved einsetzt, braucht sicher kaum mehr RAM))


Hardware: GPU (Grafikchip/Grafikkarte)

Nie war ein Spiel optisch so schön und begnügte sich doch mit so einfacher Hardware. Wenn die anderen Komponenten alle stimmen (besonders RAM und CPU) und das System gut konfiguriert ist, kann man, wenn man auf Direct X 8 Vertex- und Pixelshadereffekte (in Morrowind nur verantwortlich für realistischere Wassereffekte) verzichten kann, schon mit einer Geforce 2 Ti in 1024 x 768 Pixeln Auflösung und mittleren Details gut spielen. Bei schlechteren Karten, würde ich die Auflösung verringern, bei besseren die Details (Sichtweite) erhöhen und – wenn möglich – Shader-Effekte einschalten. Generell kann man hier sagen, daß die Herstellerangabe auf der Verpackung außnahmsweise mal so ungefähr stimmt.


Treiber

Ein immer wieder sehr beliebtes Thema. Fangen wir mit der Grafikkarte an. Leider kann ich zu Ati Radeon Grafikkarten nicht viel sagen, da es erstens nunmal so ist, daß die eine Treiberversion für das eine Spiel gut ist, aber beim nächsten Spiel total zickt und ich zweitens nie eine Radeon Grafikkarte besessen habe. Somit bleibt mir nur Nvidia. Da gilt zuerst folgender Grundsatz:

Für alle Geforce (aka Geforce 256), Geforce 2, Geforce 3 und Geforce 4 Chipsätze ist der beste Treiber zweifelsfrei der Detonator 44.65. Er bietet sehr gute Performance, ist sehr kompatibel, hat die beste anisotropische Filterung und läßt trotzdem noch alle guten Treiber-Tweaks (dazu kommen wir später: Stichwort aTuner) zu. Nur wenn ein Spiel speziell einen neueren Treiber erfordert, weil es sonst nicht läuft, sollte man zum Detonator (der ab dieser Version dann Forceware heißt) 53.03 greifen. Der ist ebenfalls schnell und kompatibel, allerdings wurden viele Optionen zum Fein-Tuning von Nvidia entfernt. Dieser benötigt übrigens unbedingt Direct X 9.0B oder neuer um richtig zu funktionieren.

Hinweis: aufgrund seiner deutlich verschlechterten Filtereinstellungen ist der 53.03 Treiber direkt nach der Installation deutlich schneller als der 44.65. Allgemein ist dieser Treiber unkonfiguriert (d.h. einfach nur installiert) der schnellste relative aktuelle Nvidia-Treiber. Dies ändert sich aber im Verlauf dieses Workshops noch gewaltig, so das am Ende die Empfehlung klar an den 44.65 geht. Letztlich kann man aber bei beiden Treibern nicht viel falsch machen.

Für GeForce FX Karten ist der Detonator/Forceware 53.03 die einzig sinnvolle Wahl (bis jetzt). Dieser setzt, wie oben schon beschrieben, Direct X 9.0B oder neuer vorraus.

Generell sollte man die aktuellste Direct X Version verwenden (im Moment DX 9.0B) – egal welche Version der Treiber mindestens vorraussetzt. Die aktuelle Direct X Version findet ihr hier: http://www.microsoft.com/directx/ oder ihr erhaltet sie per Windows-Update.

Desweiteren sollten natürlich aktuelle Treiber für die Soundkarte installiert sein. Morrowind macht gerade bei Hardware-Soundbeschleunigung sehr häufig Ärger, wenn die Soundkartentreiber zu alt sind. Mainboard-Treiber sollten, besonders in dem Fall, daß der Hersteller eures Mainboard-Chipsatzes VIA ist, ebenfalls nicht fehlen. Das wäre treibertechnisch erstmal das wichtigste. Wenn ihr nicht genu wisst, was für Hardware in eurem PC steckt, gibt es ein kleines Freeware-Tool namens AIDA 32 ( http://www.aida32.hu/aida32.php ). Das zeigt euch nicht nur alle in eurem PC eingebauten Komponenten an, sondern liefert gleich den Link zu den Treiberdownloadseiten des passenden Herstellers mit. Praktisch :)

Nun geht's richtig los!


Windows-Einstellungen



UDMA Modus prüfen und ggf. aktiveren

Zuerst sollten wir überprüfen, ob für die Festplatte auch der schnelle Ultra-DMA Modus aktivert ist. Startmenü --> Systemsteuerung --> System --> Hardware --> Gerätemanager. Dort suchen wir unter IDE (ATA/ATAPI) Controller den Ersten IDE Kanal. Ein Dopelklick darauf öffnet ein Fenster. Dort klicken wir auf das Tab "Erweiterte Einstellungen". Hier gucken wir, was unter Tranfermodus steht. Es sollte dastehen, "DMA, wenn verfügbar". Wenn da steht "Nur PIO" ändern wir das. Das selbe machen wir jetzt noch beim zweiten IDE Kanal.


Swap-Datei (Windows Auslagerungsdatei) mit fester Größe einrichten

Wenn ein Programm mehr Arbeitsspeicher (RAM) verbraucht, als physikalisch im System eingebaut bzw. aktuell frei ist, wird eine Datei genutzt, um die Teile des Programms, die nicht mehr in den Arbeitsspeicher passen bzw. ältere Daten, die aus verschiedenen Gründen noch im Arbeitsspeicher verblieben sind, dorthin auszulagern. Diese Datei wird Swap-File oder auch Windows Auslagerungsdatei genannt. Diese Datei hat natürlich einige Nachteile gegenüber echtem RAM (Arbeitsspeicher). Erstens ist selbst die schnellste Festplatte noch deutlich langsamer als der langsamste heutzutage übliche RAM, zweitens kann diese Datei fragmentieren und drittens paßt Windows diese Datei meist (unter Windows 2000 nicht) dynamisch an – d.h. sie wird nach Bedarf vergößert und verkleinert und das kostet Zeit/Performance. Das verlangsamt natürlich den PC – teilweise deutlich. Wir können zwar weder das eine, noch das andere verhindern, wir können aber sehr wohl dafür sorgen, daß die Swapfile nicht zu sehr zur Systembremse wird. Dazu müssen wir verhindern, daß Windows deren Größe ständig ändert. Vorteil: 1. entfällt die Zeit, die Windows für das Anpassen der Größe braucht und 2. ist die Datei dann immer gleich und wird von der Größe her nicht geändert, so daß es mit einem geeigneten Defragmentier-Programm möglich ist, diese zu defragmentieren. Früher hat man mal gesagt, daß die feste Größe dieser Datei ungeähr das doppelte des tatsächlich vorhandenen RAMs sein sollte. Mittlerweile – gerade unter NT basierenden Systemen wie Windows XP/2000 – sieht das aber etwas anders aus. Ich schlage vor, der Datei, vorrausgesetzt, ihr habt genug freien Festplattenspeicher, eine Größe von 1,5 GB zu geben. Das geht so: Systemsteuerung --> System --> Erweitert --> Leistung --> Erweitert --> Virtueller Speicher --> Ändern. Je nach System ist da entweder schon eine Größe vorgegeben oder es ist "Windows verwaltet die Größe" angegeben. Ihr markiert "Benutzerdefinierte Größe" und gebt sowhl im oberen Feld als auch beim unteren Feld "Maximale Größe" den selben Wert ein – die 1,5 GB, die ich vorgeschlagen habe, wären dann 1536 MB.


Festplatte defragmentieren

Das windowseigene Tool zum defragmentieren findet man unter Startmenü --> Programme --> Zubehör --> Systemprogramme --> Defragmentierung. Das starten wir. Alle (auch im Hintergrund laufende) Programme sollten vorher beendet werden (das gilt besonders für Virenscanner, Firewalls, RAM- und Cache-Optimierer (sogenannte Booster... die sollte man eigentlich am besten gleich deinstallieren..), Mailchecker, Browser und alles, was sich so im Systray einnistet). Je nach Festplattengröße und Grad der Fragmentierung kann es durchaus einige Stunden dauern, eh die Defragmentierung abgeschlossen ist. Doch was ist Fragmentierung überhaupt?

Fragmentierung tritt beim Speichern von Dateien auf Ihrer Festplatte auf. Windows sucht automatisch nach freiem Speicherplatz und legt die Datei dort ab. Normalerweise ist jedoch nicht genügend freier und zusammenhängender Speicherplatz verfügbar, um die Datei in einem Stück abzulegen. Der Grund dafür sind normale Speicherabläufe wie das Erzeugen, Ändern und Löschen von Dateien. Wenn Sie eine Datei löschen, wird der von dieser Datei belegte Speicherplatz freigegeben. Neue Dateien belegen dann diesen Speicherplatz. Wenn eine neue Datei nicht genau in diese Lücke passt, zerlegt Windows sie in Einzelstücke und speichert diese Stücke an verschiedenen freien Stellen der Festplatte. Das Lesen solcher Dateien erfordert einen wesentlich höheren Zeitaufwand, da jedes Fragment einzeln gesucht und gelesen werden muss. Dieser Vorgang kann sehr zeitraubend sein, besonders wenn Sie oft neue Dateien anlegen oder löschen. Und genau dieses Problem wirkt sich bei Windows besonders dramatisch aus. Je länger ein System im Einsatz ist, desto massiver wird die Fragmentierung und somit auch der Performanceverlust.

Das heißt erstmal, da Windows selbst durch Fragmentierung langsamer wird – und wenn Windows langsamer wird, laufen auch alle Anwendungen und Spiele langsamer. Bei Morrowind kommt aber noch ein Aspekt dazu: die meisten Spiele verwenden sogenannte Resourcendateien, daß sind große Dateien, in die alle Grafiken, Sounds u.s.w. gepackt wurden. Wenn diese iene große Datei dann einmal im Speiche rist, ist sie drin. Morrowind hingegen verwendet viele einzelne Dateien (vorwiegend in PlugIns, normale Morrowind Dateien werden aus den Resourcendateien mit der Endung BSA entnommen) die immer nachgeladen werden müssen. Wenn also jetzt beispielsweise der Texturen-Ordner, der bei mir im Moment 11232 Dateien enthält, stark fragmentiert, dauert das Laden dieses Texturen – da Windows sie ja physikalisch überall auf der Festplatte verteilt hat, noch wesentlich länger. Regelmäßiges defragmentieren ist also Pflicht. Im praktischen "Morrowind-Einsatz" sieht das Ergebniss so aus, daß sich, nachdem eine stark fragmentierte Festplatte defragmentiert wurde, die Ladezeiten zwischen den Zellen durchaus halbieren können und die generelle Geschwindigkeit um einiges höher ist. Leider strahlt der mit Windows mitgelieferte Defragmentierer weder durch große Leistung, noch durch große Geschwindigkeit. Er kann weder Dateien defragmentieren, die gerade durch Windows (oder irgendwelche andere noch geladenen Programme) in Benutzung sind, noch kann er die Dateien der Registrierung oder die Swap-File (Windows Auslagerungsdatei) defragmentieren. Außerdem ist er, wie gesagt, ziemlich langsam. Eine sehr gute Alternative ist deshalb das kommerzielle Programm O&O Defrag der Firma O & O Software GmbH. Dieses ist nicht ganz billig, aber nahezu perfekt. Es gibt eine kostenlose 30-Tage-Testversion unter http://www.oo-software.de/ für die allerdings eine Registrierung beim Hersteller nötig ist. Trotzdem sollte sich das Program jeder mal ansehen.


Registrierung reinigen und Autostarts überprüfen

Eigentlich haben diese beiden Sachen nicht viel miteinander zu tun, gäbe es da auf der Seite http://www.hoverdesk.net/freeware.htm nicht ein tolles Freeware-Tool namens RegSeeker. Zuerst stellen wir das Program auf deutsch. Das geht gleich ganz oben links, indem wir auf den Languages-Button klicken. Jetzt wo alles deutsch ist, gucken wir mal, was bei uns so unter Autostart-Einträge steht. Da sind alle Programme aufgelistet, die entweder per Autostart-Ordner im Startmenü oder per Registry gestartet werden. Es gibt sicher genauso viele Programme, bei denen es sinnvoll ist, beim Systemstart geladen zu werden (Virenscanner, evtl. Firewall, evtl. Treiberhilfsdateien) wie es Programme gibt, die sich da ungefragt eintragen und deren Start beim Systemstart eigentlich nicht nötig wäre. Eine Liste könnte daher nur unvollständig sein. Am besten man informiert sich sich im Netz (google) über die Programme, die dort gestartet werden mit deren Namen man so nichts anzufangen weiß. Einfach die genaue Bezeichnung eingeben und suchen lassen bringt fast immer gute Ergebnisse und man weiß, mit was man es zu tun hat und kann es ggf. wenn es unnötig ist, aus den Autostart-Einträgen entfernen. Und wenn wir das Programm schonmal gestartet haben, können wir auch gleich nach ungültigen Verweisen in der Registry suchen. Dazu klicken wir auf Registrierung säubern und machen bei allen 6 Auswahlfeldern ein Häkchen (bei 5 davon sollte es standardmäßig schon da sein). Dann klicken wir auf OK. Nun dauert es ein wenig und uns werden dann alle gefundenen Fehler übersichtlich aufgelistet. Da das Program bei jeder Änderung Backups anlegt, brauchen wir uns keine großen Sorgen zu machen. Wir klicken auf "Alles markieren". Die Auswahlliste färbt sich gelblich. Nun klicken wir mit der rechten Maustaste auf irgendeinen der markierten Einträge und wählen im sich öffnenden Kontextmenü ganz unten den Eintrag "Ausgewählte Einträge löschen". Die folgende Abfrage bestätigen wir mit OK und fertig!


Festplatte von überflüssigen Datei-Resten befreien

Unter http://home.tiscali.de/kurtzimmermann/hdcleaner.htm gibt es ein Freeware-Programm namens HDDCleaner. Das ist relativ einfach gehalten. Unter "Festplatte reinigen" das Laufwerk auswählen und dann auf Starten klicken. Als Ziel für die gelöschten Dateien am besten "In den Papierkorb ohne Bestätigung" angeben und dann auf "Säubern" klicken. Wenn es fertig ist, die gelöschten Dateien nochmal im Papierkorb überprüfen (dürfte eigentlich nichts wichtiges dabei sein) und diesen dann leeren. Das Tool hat natürlich – ebenso wie der oben genannte RegSeeker noch einige Funktionen mehr, aber die sollen uns jetzt nicht interessieren. Da HDD Cleaner aber keine alten Dateien komprimiert (auf NTFS formatierten Laufwerken) und auch sonst nur seiner Suchmaske entsprechend arbeitet, hat auchz das in Windows integrierte Tool "Datenträgerbereinigung" seine Berechtigung. Das starten wir über Startmenü --> Programme --> Zubehör --> Systemprogramme als nächstes. Wenn die Suche abgeschlossen ist, einfach überall ein Häkchen machen und auf OK klicken. Der Rest geht von allein. Fertig!


Grafikkarteneinstellungen optimieren

Die Treiber sowohl von Nvidia als auch von Ati sind standardmäßig nicht wirklich optimal eingestellt und lassen auch viele Feineinstellungen in ihren Treibereinstellungen nicht zu. Deshalb besorgen wir und auf der Seite http://www.3dcenter.org/atuner/ das kostenlose Tool aTuner. Glücklicherweise brauche ich dazu jetzt nicht so viel zu erklären, denn der Programmierer hat in einer der letzten Versionen sehr gute Presets (also Voreinstellungen) hinzugefügt, so daß das Tuning mit ein paar sehr einfachen Klicks erledigt sein wird. Das Tool ist für alle Geforce und Radeon Grafikkarten geeignet, ich gehe jetzt hier aber wieder nur auf die Geforce Einstellungen ein, da ich die Radeon Einstellungen nicht überprüfen kann. Sollten aber eigentlich sehr ähnlich sein. Wenn ihr keine Geforce FX Karte habt und meinem Tipp, den Detonator 44.65 zu besorgen gefolgt seid, stehen euch alle Optimierungen offen (der 44.65 war der letzte gute Treiber, mit dem das möglich war) – falls ihr den Forceware-Treiber 53.03 verwendet stehen euch wesentlich weniger Optionen zur Verfügung und ihr werdet nicht mehr viel an zusätzlicher Leistung durch diesen Tipp erreichen. Für GeForce FX User bleibt da leider keine Wahl, sie müssen den Detonator 53.03 nehmen. aTuner erkennt selbstständig, welche Karte und welcher Treiber installiert ist und welche Einstellungen damit möglich sind. Wir haben also das Programm heruntergeladen, installiert und über das Startmenü gestartet. In dem kleinen Fenster, das jetzt erscheint, klicken wir zuerst auf OpenGL Extra (auch wenn Morrowind kein OpenGL verwendet, aber wenn wir schonmal beim tunen sind...). Es öffnet sich ein neues Fenster. Hier klicken wir ganz unten auf den Button Optimize... (mit dem Smilie :) ) und wählen aths' recommendation dann klicken wir auf OK und das Fenster schließt sich. Jetzt klicken wir auf Direct3D Extra (das ist jetzt der für Morrowind interessante Teil :) ). Hier machen wir das wieder genauso wie bei OpenGL. Wir klicken einfach auf den Button Optimize... und wählen aths' recommendation dann klicken wir wieder auf OK und das Fenster schließt sich wieder. Jetzt klicken wir auf den Button Save profile as default (sollte dieser nicht sichtbar sein, einfach mal ganz oben rechts auf den letzten Button in der ersten Zeile (der mit dem Pfeil) klicken. Wenn das Profil gespeichert wurde, sind wir auch hiermit fertig und können aTuner schließen.


Zusatztipp: Sollte euch das an Performance noch nicht ausreichen, kann man auch noch die Filter deaktivieren, was unter Umständen dafür sorgt, daß Morrowind wesentlich besser läuft. Bei sehr schnellen Grafikkarten sollte das aber nicht nötig sein. Also wieder aTuner starten.

Im aTuner unter dem vorhin angeklickten Direct3D Extra Button in den Auswahlfeldern folgendes einstellen:

No Antialiasing

Anisotropic by App

VSync off


Wenn ihr wollt, könnt ihr das ganze auch noch auf der anderen Seite unter dem OpenGL Extra-Button machen um die Performance anderer Spiele zu steigern. Dort sollte man aber statt Anisotropic by App besser No Anisotropic Filter auswählen. Dann wieder den Button Save profile as default klicken.


Vor dem Start von Morrowind


Unnötige Programme beenden

Beim spielen sollten, gerade wenn man Performance- oder Stabilitätsprobleme hat, keine Programme mehr im Hintergrund laufen. Also, wenn möglich, alles, was im SysTray zu sehen ist (Instant Messenger (die schöne ICQ Blume frißt in eingen Versionen besonders viel RAM), Mailchecker, Downloadmanager, Filesharing-Utilities) außer der Urzeit und ggf. der Lautstärkeregelung – deaktivieren. Auf einige Programmarten gehe ich hier mal speziell ein:

Virenscanner: Normalerweise sollte man seinen Virenscanner nie, aber auch wirklich nie deaktiveren, aber da man, wenn man spielt, in der Regel nicht online ist und auch keine Dateien ausführt, die einen potentiellen Virus enthalten könnten, sollte man den Virenscanner, wobei natürlich hauptsächlicher der residente Teil des Scanners gemeint ist, der Dateien im Hintergrund überwacht, möglichst komplett deaktivieren. Das funktioniert meist mit einem Rechtsklick auf das Symbol des Scanners im SysTray (der Bereich unten neben der Uhr). Dort sollte dann eine Option zum Beenden auffindbar sein. Viele Scanner bieten diese Möglichkeit jedoch nicht. Hier hilft es nur in der Konfiguration des Scanners den Hintergrund-Scan (häufig Resident Shield, Background-Scan oder ähnlich genannt) sowie einen evtl. separat konfigurierbaren eMail-Scanner zu deaktiveren. Dann aber keinesfalls vergessen, nach dem Spielen alles wieder zu aktivieren.

Warum deaktivieren: Im – für Morrowind – schlimmsten Fall, scannt der Scanner jede einzelne Datei – egal ob sie theorethisch einen Virus enthalten könnte oder nicht - bei der Ausführung von Morrowind nach Viren. Das bedeutet einen riesigen Performanceverlust. Und selbst für den Fall, daß er das nicht tut, weil er gut konfigurtiert ist und nur Dateien scannt, die potentiell einen Virus enthalten könnten, belegt er immernoch Unmengen an RAM und untersucht auch diesen bei Änderungen nach Viren. Ein Virenscanner ist der Performancekiller Nummer 2 (zu Nummer 1 kommen wir später).

Firewall: Ob eine Software-Firewall bei einem gut konfigurierten System, dessen Ports durch die richtige Konfiguration/Deaktivierung verschiedener Dienste und allgemein des Betriebssystems überhaupt sinnvoll oder gar schädlich ist, wenn ein halbwegs erfahrener User vor dem PC sitzt, ist nicht das Thema dieses Workshops. Fakt ist, nahezu jeder User hat ein solches Programm, dank Medien-Hype und diverser Berichte in "professionellen" PC-Zeitschriften installiert. Und fakt ist ebenfalls: auch dieses Programm frißt Unmengen an Systemresourcen. Es gilt wie bei dem Virenscanner: da man nicht online ist, wenn man Morrowind spielt, einfach deaktiveren. Das geschient, ähnlich wie bei dem Virenscanner durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf das Icon im Systray. Dort steht dann sicher irgendwo Beenden oder Exit. Die Firewall ist Performancekiller Nummer 3.

RAM-Booster/Cache-Optimierer: Ob sie nun Freem*m, Clev*r Cache oder sonst wie heißen – diese Programme tun genau das Gegenteil von dem, was sie angeblich sollen. Sie fuschen der Windows-Speicherverwaltung (an der es seid Windows 2000 kaum noch etwas auszusetzen gibt) konsequent ins Handwerk und verlangsamen das System, gerade bei Anwendungen, die viel Arbeitsseicher benötigen, deutlich. Außerdem verursachen sie viele unnötige Festplattenzugriffe. Kurze Erklärung warum: Wie weiter oben schon zu lesen, lagert Windows Daten aus dem Arbeitsspeicher in eine Swap-Datei aus, wenn sie nicht benötigt werden oder der RAM nicht mehr ausreicht. Diese Tools versuchen nun, immer eine bestimmte Menge an RAM freizuhalten. Da Windows diesen RAM nicht mehr belegen kann, wird viel häufiger ausgelagert (Hinweis (siehe oben): Festplatten sind viel langsamer als RAM). Sobald der User oder das System diese ausgelagerten Daten wieder abruft, versucht Windows sie wieder in den RAM zu laden. Kaum sind sie da wieder drin, schiebt sie der Booster wieder in die Auslagerungsdatei. So geht das hin und her. Das kostet Performance und erzeugt unnötig viele Festplattenzugriffe. Außerdem reduziert es die Systemstabilität. Diese Tools sollte man nicht einfach nur deaktivieren, sondern sie gleich besser deinstallieren und nie wieder anrühren. Zu Windows 9x/ME Zeiten hatten sie noch eine Daseinsberechtigung – heute sind sie nur noch ein Bremsklotz. Diese seltsame Gattung Software ist bei Spielen – nicht nur Morrowind – und anderen speicherintensiven Anwendungen, definitv der Performancekiller Nummer 1.


Für erfahrene User: Im Taskmanager (STRG + Alt + Entf) unter Prozesse findet man sehr häufig noch Programme (und auch Dienste), die nicht im Systray oder wo anders angezeigt werden, die aber trotzdem (evtl. unnötig) im Hintergrund laufen. Wenn ihr ein Programm am Namen erkennt und wisst, daß es nicht zu Windows gehört oder zum Morrowind spielen unbedingt geladen sein muß, solltet ihr es ebenfalls beenden (einfach einen Rechtklick darauf und beenden wählen). Falls ihr ein Programm namentlich nicht zuordnen könnnt, schreibt euch den Namen des Prozesses auf und gebt diesen mal exakt in eine Suchmaschine (google) ein. Das Ergebnis sollte euch dann Klarheit darüber verschaffen, ob ihr diesen Prozess/Task beenden könnt.


Morrowind selbst


Shader ausschalten

Bei sehr schlechter Performance trotz Direct X 8 fähiger Hardware und niedrigen Eintsellungen, sollte man die Direct X 8 Shadereffekte in Morrowind deaktivieren. Dann sieht zwar das Wasser nicht mehr ganz so schön aus, man kann aber flüssiger spielen. Dazu einfach den Morrowind-Launcher beispielsweise durch die Verknüpfung auf dem Desktop starten. Dort dann Optionen wählen und Pixel Shading auf Aus stellen. Bei wem das Feld grau ist, der braucht sich keine Sorgen zu machen – er hat nur keine Grafikkarte, die hardwareseitige Direct X 8 Shadereffekte unterstützt.


Bildwiederholfrequenz an den Monitor anpassen

Bringt zwar keinen wirklichen Performanceschub, aber u.U. einen flüssigeren Bildaufbau. Öffnet die Morrowind.ini im Morrowind Installationsordner (für gewöhnlich: C:\Programme\Bethesda Softworks\Morrowind) und sucht ziemlich am Anfang nach dem Eintrag:

Max FPS=0

Diesen ändert ihr in die eingestellte Frequenz eures Monitors. Zu finden zum Beispiel mit Rechtsklick auf den Desktop --> Eigenschaften --> Einstellungen --> Erweitert --> Monitor. AIDA zeigt sie im übrigen auch an. Das ganze könnte dann z.B. so aussehen:

Max FPS=85


In-Game Optionen: Echtzeitschatten, AI Distanz und Sichtweite

Der Regler für Echtzeitschatten sollte auf aus stehen – also ganz links. Die Schatten sehen erstens nicht sehr toll aus und gehen teilweise durch Wände hindurch, sondern ziehen auch sehr stark an der Geschwindigkeit des Spiels. Die AI Distanz regelt, wie nah man an einem Objekt (Kreatur, NPC u.s.w.) sein muss, eh seine künstliche Intelligenz aktiv wird. Daher sollte man den Regler nicht zu weit nach links (nah) stellen. Stellt man ihn aber zu weit nach rechts (weit) kostet das viel CPU-Power. Da muß jeder für sich selbst den optimalen Wert finden. Sichweite sollte klar sein: je weiter man sehen kann, umso langsamer wird das Spiel. Mit dem unten vorgestellten FPS-Optimizer kann man übrigens die Sichtweite per Mausrad einstellen und die AI Distanz an die Sichtweite koppeln lassen, was sehr sinnvoll ist.


Morrowind FPS-Optimizer

Auf www.morrowind.nm.ru könnt ihr euch dieses Programm runterladen. Hiermit kann man Morrowind sowohl für bessere Grafikkarten (doppelte Sichtweite), als auch für schlechtere Grafikkarten (ausblenden von sehr kleinen Objekten, Sichtweite dynamisch verkürzen, AI Einstellungen automatisch anpassen) optimieren. Dieses Programm muss (und sollte als einziges) laufen, während Morrowind läuft. Die Bedienung ist zumindest im Novice Mode relativ einfach und selbsterklärend. Wer dennoch Probleme hat, findet in der guten Hilfedatei Rat.


Morrowind PlugIns

Jedes große PlugIn läßt Morrowind mehr Resourcen verbrauchen. Somit wird Morrowind auch immer langsamer, je mehr PlugIns aktiv sind. Desweiteren ist zu beobachten, daß Texture-Packs welche sämtliche Texturen von Morrowind durch andere Versionen ersetzen, daß Spiel meist deutlich langsamer machen und das sogar obwohl die Dateigröße der einzelnen Texturen unter Umständen sogar noch kleiner ist, als die der Orginal-Texturen. Aufpassen sollte man auch bei PlugIns, die sehr viele neue Texturen mitbringen. Diese sollten unbedingt im DDS oder TGA Format und nicht im BMP-Format vorliegen. Ein paar BMP Texturen machen das Spiel zwar nicht langsamer, sind es aber viele (beispielsweise 50) Bitmap-Texturen (BMP-Dateien), merkt man das schon deutlich. In solch einem Fall würde ich persönlich auf das PlugIn verzichten oder den Autor bitten, seine Texturen ins platzsparende TGA- oder DDS-Format umzuwandeln.



Profi-Tipps: Die folgenden Tipps sind nur für User geeignet, die sich mit ihrem System auskennen und wissen, was sie tun! Teile hiervon werden direkt in der Registry (Registrierung) durchgeführt, andere befassen sich mit Systemdiensten.

Wenn ein nicht so erfahrener User sich an diesen Tipps versuchen will:
Auf http://www.xteq.com/ gibt es das Freeware-Tuning-Utility X-Setup, mit dem sich einige der hier genannten Einstellungen per Mausklick ebenfalls vornehmen lassen. Und dazu noch ein paar hundert andere :)


Unnötige Dateiattribute des NTFS Dateisystems deaktivieren (Nur NTFS)

NTFS hat standardmäßig einige Attribute aktiviert, die das Dateisystem etwas verlangsamen. Diese kann man deaktivieren.

1. Das "Last Access" Attribut

Dieses Attribut wird immer aktulisiert, wenn auf eine Datei zugegriffen wird (nicht verwechseln mit dem Dateiattribut "Last Changed" (letzte Änderung) das durchaus wichtig ist). Das kann das System spürbar ausbremsen. Benötigt wird dieses Attribut eigentlich nur in großen Netzwerken und auf Servern. Deshalb kann es ausgeschaltet werden. Dazu muß man sich im Registrierungseditor (regedit.exe) zu folgendem Schlüssel durchklicken:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem

Dort legt man einen neuen Dword-Eintrag namens NtfsDisableLastAccessUpdate und setzt dessen Wert auf 1 .


2. Das Erzeugen von zusätzlichen 8+3 Namen (also 8 Buchstaben für den Name + 3 für die Extensions) deaktiveren

Um Windows zu Vorgängerversionen kompatibel zu halten, wird zu jedem Dateiname, der nicht der ursprünglichen 8+3 Namenskonvention entspricht, ein zusätzlicher 8+3 Name erzeugt. Das sieht dann z.B. so aus: für Testprogramm.exe wird im Dateisystem zusätzlich der Name Testpr~1.exe angelegt. Dieser wird aber, außer man verwendet noch alte 16 – Bit Programme nie benötigt. Wenn ihr also keine alten 16-Bit (DOS + Windows 3.1x) Programme mehr auf eurem Rechner habt (und das sollte mittlerweile eigentlich Standard sein), die der 8 + 3 Namenskonvention nicht entsprechen, benötigt ihr das nicht. Und die meisten alten Programme entsprechen eh dieser 8+3 Regel. Somit kann man auch meist bedenkenlos abschalten. Das geht in folgendem Schlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\FileSystem

Dort den Wert des Eintrages NtfsDisable8dot3NameCreation auf 1 ändern oder den DWord Schlüssel mit dem Wert 1 anlegen, wenn er noch nicht vorhanden ist.


Speicher für I/O (Input/Output) Operationen erhöhen (Dateisystem egal)

Die Windows-Voreinstellung für diesen Wert sind lächerliche 512 KB. Dabei kann diese Option das Dateisystem stark beschleunigen. Wenn ihr also etwas RAM übrig habt, solltet ihr den Wert erhöhen. Bedenkt aber bitte, daß dieser RAM dann für Anwendungen nicht mehr zur Verfügung steht.

Ich gebe mal folgende Richtlinie:

128 MB RAM: 8192 KB
256 MB RAM: 16384 KB
512 MB RAM: 32768 KB
1024 MB RAM: 65536 KB


Zu finden hier: HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management

Der DWord Schlüssel heißt: IoPageLockLimit

Darauf doppelklickt ihr, stellt die Anzeige auf Dezimal und gebt den für euch passenden Wert ein.
Beispiel: euer PC hat 512 MB Ram, also stellt ihr die Anzeige auf Dezimal und gebt 32768 in das Feld ein.

Achtung: ihr müßt unbedingt, bevor ihr den Wert eingebt, die Anzeige von Hexadezimal auf Dezimal umstellen. Wenn ihr den Wert als Hexadezimalzahl eingebt, wird etwas sehr schlimmes passieren :)


Unnötige Diesnste deaktivieren oder auf manuell stellen

In der Systemsteuerung kann man unter Verwaltung/Dienste festlegen, welche Services beim Systemstart "automatisch" geladen werden, welche vom System nur bei Bedarf ("Manuell") gestartet werden und welche "deaktiviert" sind. Folgende Dienste dürfen auf keinen Fall deaktiviert werden, sondern müssen immer auf automatisch stehen bleiben, da Windows sonst nicht mehr starten würde:

Arbeitsstationsdienst
Ereignisprotokoll
Geschützter Speicher
Plug & Play
Remoteprozeduraufruf (RPC)
Sicherheitskontenverwaltung

Dazu kommen noch diverse Dienste, die es nicht in jeder Windows-Version gibt (bzw. nicht in jeder Windows Version dort aufgeführt sind, beispielsweise DCOM) und natürlich individuelle Dienste beispielsweise für den Internetzugang oder/und das Netzwerk oder Virenscanner, die bei jedem User anders sind. Deshalb sollte man sich über alle Dienste im Internet informieren. Es gibt genug Seiten, die die Bedeutung von jedem einzelnen Dienst einzeln sehr detailliert erklären. Keinesfalls sollte man die Startart von Diensten ändern, von denen man die Bedeutung nicht kennt. Generell ist es aber bei den folgenden Diensten nicht gefährlich, sie zu deaktivieren:

Automatische Updates
Indexdienst
Nachrichtendienst
Remote-Registrierungsdienst
Routing und RAS
Taskplaner

Wenn nur die wirklich erforderlichen Dienste laufen, arbeitet der PC nicht nur schneller (geringerer RAM-Verbrauch, weniger Schreib- und Lesezugriffe auf die Festplatte), sondern ist auch weniger von außen angreifbar. Das Abschalten des Nachrichtendienstes schützt beispielsweise vor Spam-Popup-Meldungen aus dem Internet, wenn keine Firewall vorgeschaltet ist .

Wenn man auf das speicherfressende Windows XP Theme verzichten kann, empfiehlt es sich, den Themes-Dienst ebenfalls zu deaktivieren. Dazu geht man folgendermaßen vor: Rechtsklick auf den Desktop und dort im Kontextmenü Eigenschaften auswählen. Dort sollte man gleich im ersten Tab unter Themes Windows klassisch auswählen. Dann wechselt man wieder zurück zu der Dienstverwaltung und stellt den Dienst Themes auf Deaktiviert. Man kann ihn natürlich, wenn man nicht generell auf das Theme verzichten will – um Speicher für Morrowind zu sparen - auch mit einem Klick auf Beenden nur bis zum nächsten Neustart deaktiveren.

 

 

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 30. August 2006 )


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